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Review: Hyrule Warriors Legends (3DS)

Review: Hyrule Warriors Legends (3DS)

Hack´n Slay im Zelda Stil

Nach dem großen Erfolg von „Hyrule Warriors" für die Wii U, erschien vor kurzem die 3DS Fassung des Spieles mit dem Titel „Hyrule Warriors Legends". Bei diesem handelt es sich Jedoch sich nicht nur um einen reinen Port, sondern es sind auch zahlreiche Veränderungen implementiert.

Das grundlegende Spielprinzip von Hyrule Warriors bleibt allerdings unverändert. Nach wie vor handelt es sich um ein in einer Mischung aus den Stilen von Zelda und Dynasty Warriors gehaltenen Hack'n'slay, in welchem sich durch Gegnerhorden kämpft, Festungen erobert und versucht die stetig wechselnden Missionsziele zu erreichen. Die Feinde sind allesamt bereits aus den früheren Ablegern der „The Legend of Zelda" Reihe bekannt. Das Einnehmen der eben genannten Festungen ist ein Element, was ein wenig Strategie und Abwechslung ins Spiel bringt. Es erfolgt indem man in solch einer Festung zuerst einige Gegnerhorden und schließlich den Festungskommandanten besiegt. Sollte man es geschafft haben die Festung zu übernehmen, so winken manchmal besondere Items, Waffen oder in seltenen Fällen auch Herzteile oder Herzfragmente. Je mehr Festungen erobert sind, desto mehr Soldaten kämpfen auch auf deiner Seite. Besitzt allerdings der Gegner die Kontrolle über eine Festung, werden auch seine Truppen verstärkt. Wenn es einem sogar gelingt das Hauptquartier des Gegners zu übernehmen, so hat man die Schlacht ohne Umschweife gewonnen. Selbiges gilt allerdings auch für den Gegner, wenn er dein Hauptquartier einnimmt. Meist wird das gegnerische Hauptquartier allerdings von einem Boss bewacht. Diese Bosse besitzen in der Regel besonders starke Attacken, auf welche man selbstverständlich besonders Acht geben muss. Außerdem besitzen Bosse einen sogenannten "Blockbalken". Dieser fungiert ähnlich wie ein Schild für den Boss. Allerdings lässt sich dieses nur senken, wenn dieser Balken auch angezeigt wird. Erscheint Dieser, lautet die Devise, so schnell wie möglich auf den Boss zu schlagen. Hat man dies geschafft, so führt dein Spielcharakter einen Spezialangriff aus, welcher außergewöhnlich viel Schaden austeilt und den Kampf somit stark verkürzt.

Wie auch die Wii U Fassung, besitzt „Hyrule Warriors Legends" einige RPG-Elemente. Dies bedeutet, dass neben der Möglichkeit Ausrüstung von den in der Schlacht gewonnen Rubinen zu kaufen zu kaufen, auch ein Level Up System im Spiel vorhanden ist. Bei einem höheren Level erhöht sich nicht nur dein Angriff, sondern du schaltest auch neue Fähigkeiten frei. Damit ungenutzte Charaktere allerdings nicht auf der Strecke bleiben gibt es wie auch im Wii U Ableger sich Level Ups für einzelne Charaktere mit Rubinen zu kaufen. Die Obergrenze bildet dabei der Level deines stärksten Charakters.

Das Kampfsystem wurde generell relativ simpel gehalten. Somit beschränkt es sich lediglich auf zwei Standardangriffe, einen Knopf zum Ausweichen und einen verstärkten Angriff. Dabei lassen sich alle Tasten frei belegen. Wer sich allerdings nicht die Mühe machen will sich ein eigenes Layout zurechtzulegen, kann auch eines der beiden vorgefertigten Layouts nutzen. Ein Combosystem ist nur begrenzt vorhanden und muss auch erst nach und nach freigeschaltet werden. Das mindert zwar vor allen Dingen zu Beginn die Vielfalt der Angriffe, macht allerdings den Einstieg somit umso leichter. Der starke Angriff ist erst nach dem Besiegen von mehreren Gegnern einmalig verfügbar, hilft aber viele Gegner mit einem Schlag zu besiegen. Zusätzlich dazu kann man im Spiel eine Magieanzeige vorfinden. Diese ist allerdings nicht wie im typischen Zelda Spiel dazu da um seine Items zu nutzen, sondern ermöglicht es dir deine Angriffe für eine kurze Zeit zu verstärken. Nichtsdestotrotz dürfen auch die für die Zelda Reihe typischen Items nicht im Spiel fehlen. Auch wenn diese meist nur zum Vorankommen auf der Karte benötigt werden, gibt es einige Gegner, welche sich nur oder zumindest besser mit einem Item besiegen lassen.

Da es sich hierbei um ein Spin Off handelt, spielt auch die Story außerhalb der typischen Zelda Timeline. Dieser Umstand wird somit auch genutzt, um Charaktere aus sämtlichen Timelines gleichzeitig spielbar zu machen. Die Story des Spieles beläuft sich darauf, dass Ganondorf seine Seele, welche vor langer Zeit in 4 Teile zersplittert und versiegelt wurde, wiederherstellen möchte. Dabei nutzt er das Triforce um die Zeitlinien der verschiedenen Zelda Spiele zu verbinden, was somit auch die offizielle Erklärung für die Präsens aller Charaktere und Orte ist.

Selbstverständlich lassen sich auch zahlreiche Neuheiten gegenüber der Wii U Fassung erkennen. Nicht nur sind die DLCs, welche es auf der Wii U gab bereits enthalten, es werden auch neue für diese Version exklusive DLCs erscheinen. Zusätzlich gibt es zwei neue Storylines, welche man in dem Spiel erfahren kann. Einerseits kann man die Geschichte von Linkle, einer neuen Protagonistin erleben und andererseits ist auch die Geschichte von „The Legend of Zelda: The Wind Waker" anwählbar. Doch auch die Kämpfe auf dem Feld haben sich verändert. Konnte man früher nur mit einem Charakter pro Schlacht kämpfen, kann man nun auch mitten in der Schlacht zwischen den Kämpfern in der Schlacht wechseln, was eine komplett neue Spieldynamik ins Spiel bringt.

Die größten Kritikpunkte dieses Spiels sind allerdings Grafik und Performance. Zwar läuft auf dem New 3DS alles sehr flüssig und sieht auch akzeptabel aus, merkt man beim Spielen auf dem alten 3DS, dass das Gerät hierbei an seine technischen Grenzen stößt. Nicht nur musste auf leistungsbedingt schlechtere Texturen zurückgegriffen werden, sondern es kommt stellenweise auch Einbrüche der Bildrate. Die Modelle der Charaktere hingegen sind sehr detailliert und sehen vor allen Dingen dafür, dass das Spiel auf dem 3DS läuft sehr gut aus. Auch bei den Zwischensequenzen, bei welchen es sich größtenteils um herunterskalierte Versionen der jeweiligen Sequenz auf der Wii U handelt, sehen wegen eben diesem Umstand so gut aus, dass man sogar vergisst, dass man das Spiel auf einem 3DS spielt.


Fazit

Meiner Meinung nach ist der Port des Spieles ziemlich gut gelungen. Das Crossover von „Dynasty Warriors" und „The Legend of Zelda" ergibt wie auch in der Wii U Version ein spaßiges Gameplay innerhalb von nostalgischen Umgebungen. Vor allen Dingen für zwischendurch ist das Spiel ein sehr guter Zweitvertrieb. Einzig und allein die vergleichsweise schlechte Grafik und die hakelige Performance stören beim Spielen leider sehr. Besitzer der Wii U Version erleben allerdings auch kaum Neues. Besitzern eines 3DS oder New 3Ds, welche noch nicht die Wii U Version gespielt haben, kann ich dieses Spiel allerdings sehr empfehlen. Wer allerdings die Möglichkeit hat sich die Wii U Version zuzulegen, dem würde ich ans Herz legen lieber bei dieser zuzugreifen. Für Unschlüssige lässt sich zusätzlich noch eine Demo des Spieles im eShop des Nintendo 3DS finden

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Hyrule Warriors: Legends | Nintendo 3DS | Spiele | Nintendo

In Hyrule Warriors: Legends für die Systeme der Nintendo 3DS-Familie kannst du ganze Legionen von Feinden in der Rolle beliebter The Legend of Zelda-Charaktere besiegen.
3 Spiele und 3 Figuren für dich!
Die Leiden einer Cosplayerin oder: Ein ganz normal...

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Kommentare (0)

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Ziemlich komisch. Noch keine Kommentare. Naja, vielleich zocken sie oder ziehen sich einen Film rein. Schreib doch du den ersten!

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