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4 Minuten Lesezeit (827 Wörter)

Die Geschichten von Jordal und Rya. Kapitel 16 Teil 1

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Ich werde hier in diesem Blog eine fortlaufende Geschichte veröffentlichen die in einem "Steampunk-Universum" spielt. Ich werde in regelmässigen/unregelmässigen Abständen ein weiteres Kapitel veröffentlichen, ich möchte nichts versprechen, da ich nicht auf Kommando eine gute Idee haben kann ;P. Kommentare sind gerne gesehen, auch Kritik, aber nur konstruktive. 

16 – Höllenhunde

Als sie über dem Eingang der Schlucht waren, klappte Jordal die Höhenruder schlagartig nach unten und ging in den Sturzflug über. Die anderen beiden Flugzeuge brauchten nicht lange um es ihm gleich zu tun. Sie nahmen an Fahrt zu; die Luft rauschte zuerst immer lauter, bis es schliesslich um sie herum förmlich zischte. Die Propeller machten sonderbare Geräusche; die Ursache dafür war die überhöhte Geschwindigkeit, der Zeiger war längst am Rande der Skala angelangt.

Der sandige Wüstenboden kam immer schneller näher, und als eine Kollision schon fast unvermeidbar war, zog Jordal das Höhenruder nach oben und die Maschine machte entsetzliche Geräusche, sie jauchzte förmlich vor Anstrengung. Nebst dem Rya und ihr Pilot durchgeschüttelt wurden, fühlten sie auch die extremen Fliehkräfte welche auf sie wirkten. Das Blut schoss ihnen in den Kopf und liess sie für einen Augenblick alles in einem rötlichen Ton sehen, danach war aber wieder alles gut. Sie flogen gute zehn Meter über dem Boden und das mit einer halsbrecherischen Geschwindigkeit. Rya fand, dies war ein sehr merkwürdiges Gefühl; schon fast fing sie an, Gefallen daran zu finden, da tauchten die anderen beiden Flugzeuge wieder auf. Der Doppeldecker krachte beinahe in den Boden, er touchierte den Untergrund mit seinem Fahrwerk, ehe er sich wieder sicher von dort entfernt hatte. Die Verfolgungsjagd ging weiter. Plötzlich wurde es dunkler um Rya, sie waren in die Schlucht geflogen. Wenige Meter neben ihr erhoben sich steile Felswände Richtung Himmel. Rya hatte keine Angst; sie vertraute auf Jordal. Jordal hatte ebenfalls keine Angst, denn er wusste, dass es die einzige Möglichkeit war, den Kampf irgendwie für sich entscheiden zu können: deswegen gab es nur Sieg oder das Zerschellen an einer Felswand. Er hielt den Steuerknüppel in der Hand, seine Finger pochten unter dem Druck. Er biss die Zähne zusammen, so dass sie in seinem Kopf knirschten. Jordal holte auch das letzte bisschen Geschwindigkeit aus der Maschine heraus und flog gekonnt an den sich bedrohlich erhebenden Felswänden entlang, in ein für ihn - und hoffentlich auch für seine Verfolger - unbekanntes Tal.

Die Zeiger der Motorentemperatur und des Öldruckes stiegen bedrohlich nach oben und Rya vernahm einen ihr bekannten Geruch von verbranntem Öl. Sie wollte sich gerade bei Jordal melden, als weitere Geschosse abgefeuert wurden und in den linken Flügel grössere Löcher rissen. Rya feuerte behutsam zurück. Jordal lenkte den Flieger um eine scharfe Rechtskurve in dem immer schmaler werdenden Tal - und ihm blieb der Atem weg als er sah, was sich hinter der Kurve verbarg. Blankes Entsetzen! Eigentlich war der Fluss unter ihnen ein Indiz dafür gewesen... Aber damit hatte er nicht gerechnet, nämlich, dass sich direkt vor ihnen, in unmittelbarer Nähe, ein riesiger Wasserfall ergoss. Jordal zog die Maschine mit aller Macht nach oben. Er riss so sehr an dem Steuerknüppel, dass er befürchtete ihn auszureissen. Die beiden Insassen wurden ordentlich durchgeschüttelt, als sie sich waagerecht zum Wasserfall befanden. Für einen Moment oder mehr waren sie im dichten Nebel des Wassers eingehüllt und der Motor stotterte jäh, da er zu wenig Luft kriegte. Dann durchbrachen sie den Nebel, und Jordal meinte kühn: „So kann man auch die Temperatur verringern – externe Wasserkühlung a la Natur!" Sie stiegen mit schneller, doch stetig abnehmender Geschwindigkeit steil nach oben. Rya meldete, dass die beiden anderen Flugzeuge noch immer hinter ihnen her waren. Sie wollte schiessen, aber das Maschinengewehr klemmte; daher brütete Jordal innert Sekunden einen Plan aus. Er reduzierte den Schub des Flugzeugs und drehte sich gekonnt, um den Schüssen auszuweichen, die aus der Ferne abgegeben wurden. Das Flugzeug wurde immer langsamer; als es für einen Moment in der Luft zu stehen schien, riss Jordal den Steuerknüppel hart an die rechte Seite und das Leitwerk reagierte via die Drahtverbindungen direkt auf diese Aktion. Das Flugzeug drehte sich und sogleich schaute Jordal nach unten und Rya dem Himmel empor. Dies passierte innert wenigen Sekunden, so schnell, dass die Gegner nicht reagieren konnten. Jordal gab dem Motor wieder volle Leistung, und während sie Fahrt aufnahmen und den Feinden immer näherkamen, klappte Jordal die Zieleinrichtung im Cockpit auf. In einer Entfernung von gerade mal 150 Metern zu den anderen Flugzeugen schoss Jordal auf den Doppeldecker mit dem Bordgeschütz, das sich im rechten Flügel befand und trotz Beschädigung gute Dienste verrichtete. Er biss die Zähne noch fester zusammen und grinste wie ein Wahnsinniger. Die Schüsse trafen in das Schwarze, der Motor des Doppeldeckers ging in Flammen auf und nur im letzten Moment konnte Jordal eine Kollision verhindern. Aber der Erfolg hatte einen bittereren Beigeschmack, denn ein Teil des linken Flügels war weggeschossen worden, so dass es dem Flieger eine leichte Seitenlage bescherte. Ausserdem war der Flügeltank beschädigt und es roch gefährlich nach Treibstoff, welcher aus dem Flügel entwich.


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Kommentare (0)

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Ziemlich komisch. Noch keine Kommentare. Naja, vielleich zocken sie oder ziehen sich einen Film rein. Schreib doch du den ersten!

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